Wie Fakeshop AI den Vertrauens-Score berechnet
Kein Blackbox-Rätselraten: Wir legen offen, welche Signale wir prüfen, wie sie gewichtet werden und woher unsere Daten stammen. Der Score dient der Orientierung – er ist eine automatisierte Einschätzung, keine Rechtsberatung.
Wie der Vertrauens-Score entsteht
Jede Prüfung startet bei 100 Punkten. Für jedes geprüfte Merkmal gibt es gewichtete Zu- oder Abschläge – schwere Warnsignale (z. B. fehlendes Impressum, ausschließlich Vorkasse, Treffer auf einer Warnliste) senken den Score deutlich, positive Signale stabilisieren ihn. Am Ende steht eine einzige, nachvollziehbare Zahl von 0 bis 100, plus eine Begründung für jedes einzelne Signal.
Der Score wird durch einen zweiten, adversariellen KI-Gegen-Call gegengeprüft: Ein Modell versucht bewusst, die erste Einschätzung zu widerlegen, bevor ein hartes Urteil („Gefahr") fällt. So verhindern wir vorschnelle Fehlalarme durch KI-Halluzinationen.
Deutliche Betrugssignale – von einem Kauf wird abgeraten.
Unklare oder gemischte Signale – Vorsicht und weitere Prüfung geboten.
Keine relevanten Warnsignale gefunden – keine Garantie, aber ein gutes Zeichen.
Warum wir automatisiert prüfen
Eine von Hand geprüfte Liste ist eine Momentaufnahme. Sie sagt, wie ein Shop an dem Tag aussah, an dem jemand ihn angesehen hat – und in diesem Feld ändert sich das schnell: Domains werden weiterverkauft, Impressen ausgetauscht, ganze Shops unter neuem Namen fortgeführt. Ein Eintrag ohne Datum ist deshalb schwer einzuordnen.
Wir prüfen jeden erfassten Shop laufend nach. Auf jeder Ergebnisseite steht, wann das zuletzt geschehen ist, und eine Zeitachse zeigt, wann sich ein Urteil geändert hat – etwa als eine Domain den Betreiber wechselte. Das ist der eigentliche Grund für die Automatisierung: nicht Geschwindigkeit, sondern Nachprüfbarkeit.
Automatisiert heißt bei uns nicht ungeprüft. Jedes einzelne Merkmal wird benannt und begründet, Belegquellen werden verlinkt, und wir schreiben ausdrücklich dazu, was wir NICHT prüfen konnten. Ein hartes Urteil durchläuft zusätzlich einen adversariellen Gegen-Call (siehe oben). Wer einer Einstufung widerspricht, erreicht uns über die Richtigstellung – und das Ergebnis ändert sich beim nächsten Lauf.
Die Signale, die wir prüfen
Über 30 Merkmale fließen in jede Bewertung ein. Die wichtigsten Gruppen:
Vollständigkeit nach § 5 DDG: Firma, Anschrift, Handelsregister, USt-IdNr. Fehlende Pflichtangaben senken den Score deutlich.
Sehr junge Domains (Tage bis wenige Wochen) sind ein starkes Warnsignal für kurzlebige Fake-Shops.
Ausschließlich Vorkasse ist eines der stärksten Einzelsignale. Käuferschutz-Optionen wirken stabilisierend.
Bündelung mehrerer unabhängiger Quellen, um gefälschte Bewertungswellen von echtem Feedback zu unterscheiden.
Wir prüfen, ob ein Siegel-Bild tatsächlich zu einem gültigen, offiziellen Zertifikat verlinkt – nicht nur, ob es angezeigt wird.
Unrealistisch hohe Dauerrabatte auf Markenware sind ein typisches Lockmittel und Warnsignal.
Verschlüsselung ist Pflicht, aber allein kein Vertrauensbeweis; auffällige Hosting-Muster fließen ein.
Abgleich mit community- und KI-gespeisten Listen bekannter Betrugs-Shops.
Woher unsere Daten stammen
Wir werten ausschließlich öffentlich zugängliche Signale aus: das Impressum und die Website selbst, öffentliche Handelsregister-Daten, WHOIS/Domain-Informationen, SSL-Zertifikate, öffentlich einsehbare Bewertungen (u. a. Trustpilot, Trusted Shops) sowie öffentliche Fake-Shop-Warnlisten von Verbraucherschutz-Stellen. Wir kaufen keine intransparenten Datentöpfe und erfinden keine Kennzahlen.
Kostenlos, werbefrei, unabhängig
Für Verbraucher:innen ist Fakeshop AI kostenlos und werbefrei. Wir verdienen nichts daran, einen Shop gut oder schlecht zu bewerten – finanziert wird der Betrieb über das kostenpflichtige Markenschutz-Monitoring für Unternehmen und dient primär der Kostendeckung der Server. Es gibt keine bezahlten „Freikauf"-Optionen für bewertete Shops.
Fehler gefunden? Widerspruch möglich
Automatisierte Einschätzungen können falsch liegen. Betroffene Shop-Betreiber können einer Einstufung jederzeit widersprechen – wir prüfen jeden Hinweis.
Zur Richtigstellung